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Wie Wasser und Wein – Der wiederentdeckte Prolog des "Erec" Hartmanns von Aue und Wolframs (mögliche) Reaktion in den Prologversen 1,1–14 seines "Parzival" [Typoskript, 25 Seiten].
Abstract
Die 28 Eingangsverse des ‘Mantels’ im ‘Ambraser Heldenbuch’ lassen sich als der verloren geglaubte Prolog (prologus praeter rem) des ‘Erec’ Hartmanns von Aue identifizieren. Chrétien de Troyes stellt in seinem Prolog zu ‘Érec et Énide’, Hartmanns unmittelbarer Vorlage, die ‘bösen’ chantëors (Berufssänger), die die Geschichte von Érec zerstückelt und verdorben hätten, den ‘guten’ conjointëors (gelehrte Dichter) gegenüber, die es ver-stünden, aus einer ‘Abenteuererzählung’ eine sinnträchtige mout bele conjointure zu formen. Diese poetologi-sche Opposition bei Chrétien, die speziell aus dem Literaturbetrieb im (anglonormannischen) England und in Frankreich resultiert, wandelt Hartmann in seinem wiederentdeckten ‘Erec’-Prolog zur Moraldidaxe um, der sich derselben topischen Exordialsentenz (“Wissen darf nicht verschwiegen werden”) bedient wie die altfranzösische Vorlage: Die tugendhaft ‘Guten’ stehen den tugendlos ‘Bösen’ wie Wasser und Wein unversöhnlich gegenüber; die Unvereinbarkeit ihrer konträren Haltungen stellt eine normative Grundfigur dar, die den Romanhorizont vorstrukturiert. Der erste Teil des prologus praeter rem zum ‘Parzival’ Wolframs von Eschenbach (namentlich die Verse 1,1–14) könnte eine bewusste Replik auf das binäre Menschenbild in Hartmanns ‘Erec’-Prolog sein, mit dem sich jedoch eine solch schillernde Figur wie der Artus-Truchsess Keie nur schwer fassen lässt, die sowohl im ‘Erec’ als auch im ‘Parzival’ auftritt und Reaktionen seitens des Erzählers provoziert. Unmittelbar gegen Hartmann könnte Wolfram sein Bild von einem ‘zweifelnden’ und elsternfarbenen Menschen entworfen haben, der quasi als ‘mittlerer Held’ an der Schwelle zwischen Gut und Böse bzw. Heil und Verdammnis steht.
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Die Abecedarium-Predigt des Dominikaners Heinrich Riß in zweifacher Gestalt. Mit Edition der beiden Predigtfassungen [Typoskript, 30 Seiten].
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ir lesen was et dâ vil wert – fiktive Szenen des Vorlesens im "Iwein" Hartmanns von Aue und des Vortragens im Zinnenwechsel des Kürenbergers [Typoskript, 24 Seiten].
Abstract
In ebenso faktualen wie fiktionalen Vorleseszenen, in denen ein schriftlich fixierter Text laut verlesen wird, pas-siert es oftmals, dass im rezeptiven Akt das Vorzulesende angesichts des physisch präsenten Vorlesers und vor allem der Vorleserin für die Zuhörenden fast völlig in den Hintergrund rückt. Alle Aufmerksamkeit und auch Begehrlichkeiten zieht der mediale Körper der Vorlesenden vorrangig auf sich. Davon erzählt nicht nur der fran-zösische Schriftsteller Raymond Jean in seinem verfilmten Roman La Lectrice (1986). Auch die Vorleseszene im Baumgarten der ‚Burg zum schlimmen Abenteuer‘, die sowohl Chrétien de Troyes in seinem Chevalier au lion als auch Hartmann von Aue in seinem Iwein entsprechend schildern, zeigt, wie ein seinen Eltern vorlesendes Mädchen, bildschön und wohlerzogen zugleich, seitens der Eltern und auch Yvains (Iweins) schon bald einzig in den Fokus rückt. Die Lektüre hingegen gerät aus dem ‚Blick‘. Im Vergleich mit dem ‚Zinnenwechsel‘ des Küren-bergers, der eine fiktive Vortragsszene schildert, werden die kommunikativen Besonderheiten des Vorlesens deutlich: Es kommt beim Zuhören kollateral zu rezeptiven Leerstellen am zeitgleich betrachteten, mimisch und gestisch ruhenden Körper der Vorlesenden, die aufzufüllen ein rezeptives Angebot an das Publikum darstellt.
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Ausbruchsversuche aus der sestinischen '(Str)Enge' – Arnaut Daniel und die deutsche Gegenwartslyrik: Oskar Pastior, Jan Wagner, Clemens Johann Setz [Typoskript, 24 Seiten, erscheint 2027 im Jahrbuch für internationale Germanistik zum Rahmenthema Mittelalter- und Renaissancerezeption, hg. von Julia Ilgner, Stefan Seeber und Nikolas Immer].
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(Irr-)Wege der *trasumanazione in der postlapsalen und posthumanen Welt an Beispielen der geistlichen Literatur im europäischen Mittelalter und transhumaner Konzepte des 20. und 21. Jahrhunderts (Typoskript, 15 Seiten; erscheint 2027 im Sammelband zum XXVIII. Anglo-German Colloquium).
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Tes nons est changies, biax amis – Strategien der Namengebung und Namensetzung bei Chrétien de Troyes und die Folgen für Wolfram von Eschenbach (Typoskript, 15 Seiten; erscheint Ende 2027 im Sammelband zum 20. Symposium des Mediävistikverbandes (Salzburg, 2025): "In nomine – Name und Benennung im Mittelalter").
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Omnis mundi creatura quasi liber et pictura nobis est et speculum – 'erste' und 'zweite' Natur als Spiegel menschlicher Sündhaftigkeit in volkssprachigen Texten des Mittelalters (Typoskript, 19 Seiten; erscheint Ende 2026 im Sammelband zur Tagung: "Natura & ceTERRA. Zur Ästhetik von Naturorten im Mittelalter", hg. von Jan Stellmann und Rike Szill).
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'Gelegenheits-' und 'Stellvertreter-Katechese' – die Tradition geistlicher Fürstenunterweisung bei Johannes (Rothuet) von Indersdorf" (Typoskript, 22 Seiten; erscheint 2026 im Sammelband zur Tagung: "Katechismen im Spätmittelalter. Inhalte – Formen – Funktionen", hg. von Magdalena Butz).
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Doppelte Schwerter, doppelte Lanzen, doppelte Helden. Transfiktionalität von Dingen und Figuren im 'Conte du Graal' des Chrétien de Troyes und seinen Weitererzählungen (Typoskript, 23 Seiten; erscheint Anfang 2026 im Sammelband zur Tagung: "Artus trifft Arthur. Der deutschsprachige und französischsprachige Artusroman im Dialog. Gattungsgeschichtliche Untersuchungen, komparatistische Perspektiven und Forschungsinterferenzen", hg. von Christine Putzo, Richard Trachsler und Tanguy Donnet).
Abstract
Wolfram von Eschenbach sah sich bei seiner Arbeit am Parzival um 1200 wohl mit einer überwältigenden Fülle vonaltfranzösischen Fortsetzungen und Weitererzählungen des von Chrétien de Troyes vor 1190 fragmentarisch hinterlassenen Conte du Graal konfrontiert, seiner primären Vorlage. Er stieß in den Fortsetzungen auf erzählerische Widersprüche und irritierende Doppelungen transfiktionaler Dinge und Figuren, die er nicht allesamt auflöste. Er griff jedoch zu gewissen dichterischen Strategien, um ein konsistentes Weitererzählen des Gralsstoffs zu bewerkstelligen. So scheint es, als habe er sich die Informationsflut als Informationsangebot zu Nutze gemacht, um konkurrierende Stofftraditionen zu rekombinieren, sie um Innovationen zu bereichern und tradierte Handlungsstrukturen umzugestalten. Der ‚Zorn‘ des Kyot am Ende des Parzival mag Ausdruck für Wolframs Mühen bei seinem Umgang mit jenen defekten storyworlds sein, die sich innerhalb des Artusuniversums auftun.
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Gesellschaftsspiele mit nur einem Sieger oder Magie als 'Spielverderberin' – magisches Schachspiel und Becherprobe zwischen agon und alea [Typoskript, 15 Seiten; erscheint 2026 im Sammelband "Brettspiele im Mittelalter – Das Mittelalter im Brettspiel. Poetik, Rezeption, Praxis", hg. von Inci Bozkaya, Robert Schöller und Cyril Senn, in der Reihe "Populäres Mittelalter" (transcript Verlag)].
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Belakane und die schöne Fränkin – begehrliche Blicke auf die fremde Frau im "Parzival" Wolframs von Eschenbach und in den "ṯaġriyyāt" des Ibn al-Qaysarānī [Typoskript, 23 Seiten; erscheint 2026 in "seminar – A Journal for German Studies"].
Abstract
In his Parzival (around 1200), Wolfram von Eschenbach tells of the extraordinary love between Gahmuret, a “white,” Christian knight, and Belakane, a “black” pagan queen. The Syrian poet Ibn al-Qaysarānī travelled around the Principality of Antioch in 1145, where he was able to observe the Christian “Frankish” women. In his ṯaġriyyāt, roughly translated as “Poems from the Border,” he expresses his longing for these unattainable ladies, praised for their desirable beauty and virtues. Yet Belakane’s dark skin and the crusader women’s light one and their heterodox beliefs, which in this combination constitutes their respective “race,” represent insurmountable obstacles to love. Both the Christian and the Muslim male poet, however, resort to the same rhetorical means to “master” the foreign women, at least in their poetry, and to fictionalize (Wolfram) or imagine (Ibn al-Qaysarānī) erotic intimacies that were well-nigh impossible in real life at the time. In the German and Arabic texts, similar concepts, images and topoi are used for both the pagan and the non-Muslim woman. Being easily interchangeable, those rhetorical means highlight the constructedness and universality of linguistic strategies that are actually supposed to draw a clear line between self and others.
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Verlustklagen um Städte und heilige Stätten in den arabischen und abendländischen Literaturen zu Zeiten der Kreuzzüge und der Reconquista: ﺭﺛﺎﺀ ﺍﻟﻗﺪﺱ (riṯāʼ al-Quds) – ﺭﺛﺎﺀ ﺍﻷﻧﺪﻟﺱ (riṯāʼ al-Andalus) [Typoskript, 25 Seiten; erscheint 2026 in: "When Cities Fall – Cultural Reflections of Loss and Lament", hg. von Christoph Pretzer, in der Reihe "Historische Katastrophenforschung"].
Abstract
Dieser Beitrag bringt arabische, lateinische und mittelhochdeutsche Texte miteinander ins Gespräch, die allesamt den Verlust der Herrschaft über Städte und heilige Stätten während der Kreuzzüge im Heiligen Land und der Reconquista auf der Iberischen Halbinsel beklagen. Auf arabischer Seite geht es um Städteklagen in der Tradition des رثاء المدن (riṯā’ al-mudun, „Klage um die Städte“) und des رثاء الأندلس (riṯā’ al-Andalus, „Klage um al-Andalus“), die Motive und Erzählmuster aus der vorislamischen قصيدة (qaṣīda) aufgreifen. Im Mittelpunkt stehen der Verlust Jerusalems an die Kreuzfahrer im Jahr 1099, beklagt im riṯā’ von Abū al-Muẓaffar al-Abīwardī († 1113), sowie der erneute Verlust der heiligen Stadt im Jahr 1219, beklagt im riṯā’ von Šihāb al-Dīn al-Mujāwir. Schließlich richtet sich der Fokus auf die Klage über den Verlust Sevillas an die reconquistadores im Jahr 1248, den Abū al-Baqāʾ al-Rundī († 1285) in seinem riṯā’ al-Andalus behandelt. Diesen arabischen Gedichten werden das anonyme carmen buranum „Heu, voce flebili cogor enarrare“ (CB 50), das auf 1188 datiert und wahrscheinlich in Deutschland entstanden ist, sowie Walthers von der Vogelweide „Palästinalied“ (L 14,38) gegenübergestellt, dessen Inhalt eng mit jenem carmen buranum verwandt ist. Der vergleichende Blick auf diese exemplarischen Städteklagen, die die Identität der beklagten Städte (re-)konstruieren und idealisieren, verspricht Erkenntnisse über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in folgenden Aspekten: die Bedeutung der Stadt in Mitteleuropa und in der arabischen Kultur, die seit der Gründung Bagdads im Jahr 762 stark urban geprägt ist; rhetorische Strategien der Klage über den Verlust von Städten und heiligen Stätten (Erzeugung von Nostalgie, Benennung der Ursachen des Falls der Städte, Anklagen, Appelle an die Glaubensgenossen, Verknüpfung des Falls der Städte mit menschlichem Leid, Darstellung interreligiöser Konflikte zwischen Islam und Christentum); sowie typische Motive und Erzählmuster (z. B. die Verwendung von Toponymen zur Verbindung von Ost und West, Wassermetaphern).
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Sic locus, sic res, sic mutati sunt animi – innere und äußere Selbstmonastizierung in zwei spätmittelalterlichen (Herz-)Klostergründungserzählungen [Typoskript, 25 Seiten; erscheint 2026 im Sammelband zur Tagung: "Erzählen von Klostergründungen: Überlieferungen – (Kon)Texte – Rezeptionen", Weingarten, 2024].
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Puzzat und Gringuljete – sensualitas und tierliche agency bei Wolfram von Eschenbach [Typoskript, 20 Seiten; erscheint 2026 im Sammelband zur Tagung "Zwischen Allegorese und Agency. Zur Narratologie mittelalterlicher Tierfiguren", Universität München, 2023].
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wâriu einveltikeit und valsch driveltikeit im "Renner" des Hugo von Trimberg [Typoskript, 16 Seiten; erscheint im Mai 2026 im Sammelband zur Tagung "Einfachheit. Mediävistische Perspektiven auf einen schwierigen Begriff". XXVII. Anglo-German Colloquium, Münster 2022].
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Vom Rad der Fortuna auf die Leiter der Tugend – die *compaginatio des "Hortus Deliciarum" in diagrammatischer und neuformalistischer Perspektive [Typoskript, 18 Seiten; erscheint 2026 im Sammelband "gelücke. Literarische Formationen des Glücks zwischen Fortuna, sælde und heil im Mittelalter", hg. von Katrin auf der Lake, Veronika Hassel und Nina Scheibel-Drissen].
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walt? waz ist daz? – unheimliche Begegnungen der dritten Art im silvanen Third Space der deutschen Artusepik [Typoskript, 24 Seiten; erscheint 2026 im Sammelband "Der Wald in der Literatur des Mittelalters. Konzepte – Funktionen – Deutungen", hg. von Simone Schultz-Balluff (Bonn) und Franziska Hammer (Tübingen), in der Reihe: "Philologische Studien und Quellen"].
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Formen des intersektionellen othering im "Liber vagatorum" und in dessen Rezeption [erscheint 2026 im Sammelband "Von Mägden, Stalljungen und anderen Außenseitern: Randständige Figuren in den Literaturen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit (12.–16. Jhd.)", hg. von Julien Bobineau (Würzburg), Birgitte Burrichter (Würzburg), Sofina Dembruk (Göttingen) und Alyssa Steiner (Bamberg)].
Abstract
Matthias Hütlin’s Liber vagatorum (1510) draws up a 16th century’s urban and rural world threatened by the wandering hordes of fraudulent beggars. Delineating between these ‘others’ and the locally known pauper verecundus, this treatise meticulously describes the roaming swindlers’ tricks. On the one hand, it portrays them by intersecting the master category of vagatio, on the other hand, status, gender, religion, disease, disability, and slang (Rotwelsch). The fraudulent beggars make use of these very intersections to hide behind their masks from ‘normal’ people not being marginalized by society. Contemporaries, for example Kunz Has and Martin Luther, draw on the social categories described in the treatise, whether to criticize society for driving impoverished or oppressed persons from its midst to its fringes, to introduce ‘new’ enemies (the so-called Gypsies, and Jews) on to the scene or to romanticize the vagabond’s life believed to be really free.
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Wo versteckt sich der "Erec"-Prolog Hartmanns von Aue? Eine intertextuelle Spurensuche in den altfranzösischen Vorlagen und im "Ambraser Heldenbuch", in: Vernetzungen – Relationen (in) der mediävistischen Literaturwissenschaft. Festschrift für Michael Stolz, hg. von Stefan Abel, Kathrin Chlench-Priber, Christian Sonder und Gabriel Viehhauser, Basel 2026, S. 11-30.
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Interferenz und Konfusion – metaphorische Zugänge und inhärente Grundoperationen pastourellesker Dichtung im deutschen Mittelalter, in: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 99 (2025), online.
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Das Tagelied des Burkhard von Erlach (um 1472-1524) in der Sammelhandschrift Mül 619 der Berner Burgerbibliothek – (Kon-)Text(e) und literaturhistorische Situierung, in: Germanistik in der Schweiz (GiS) 20 (2025), S. 3-29 (online).
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Der Blick des Kindes in den Spiegel – Augustinische Lesarten der Spiegelmetaphorik bei Heinrich von Morungen und in der sikulo-toskanischen Dichtung, in: Reflexion & Illumination. Facetten analogischer Bedeutungsbildung in der Vormoderne / Facettes de la production de sens par analogie dans l‘époque prémoderne, hg. von René Wetzel, Robert Gisselbaek und Katharina Gedigk (Significatio 2), Basel 2025, S. 277-300 (online).
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Mantel und Erec – Textallianzen in den Bearbeitungen des altfranzösischen "Lai du cort mantel" und von Chrétiens de Troyes "Érec et Énide" in Deutschland und Skandinavien, in: Wolfram-Studien XXVIII (2024), S. 199-236.
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Natur(a) im Streik! – Dystopische Verschränkungen von Ethik und Ökologie im Reich des Grals, in: "Verschränkte Welt. Medien, Modelle und Diskurse mittelalterlicher Meteorologie", hg. von Beate Fricke und Andreas Lammer (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 29,1), Heidelberg 2024, S. 120-145 (online).
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wan du daz weist und des wilt nicht gelouben han – Die Küste in der "Reise des hl. Brandan" als Ort der Hybridität, in: Meer(deutiges) Erzählen. Thalassale Settings als narrative Projektionsräume des Uneindeutigen in der vormodernen Literatur, hg. von Sebstian Holtzhauer und Nadine Jäger (BmE Themenheft 17), Oldenburg 2024, S. 63-92 (online).
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Gahmuret = Stephanus? – Unbehagen am 'estre de la terre' in der "Estoire de Eracles" und 'Langeweile' bei Wolfram von Eschenbach, in: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 153 (2024), Heft 1, S. 46-65 (online).
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Cut, copy, and paste in der Reimpaarrede vom "Hurübel" nach dem Frankfurter Druck von 1545, in: "Framing – Deframing – Reframing. Wege, Mechanismen und Strategien der kulturellen Aneignung in Mittelalter und Früher Neuzeit", hg. von Christina Antenhofer und Heike Schlie (Interdisziplinäre Beiträge zu Mittelalter und Früher Neuzeit 13), Heidelberg 2024, S. 305-324.
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Paläographische Zugänge zu den altfranzösischen Vorlagen des "Parzival" Wolframs von Eschenbach, in: "Paradigmen und Perspektiven einer Mediävistischen Komparatistik" / "Paradigmes et perspectives de la littérature médiévale comparée" / "Paradigma and Perspectives of a Medieval Comparative Literature", Freiburger Colloquium 2021, hg. von Cornelia Herberichs, Martin Rohde, Hugo O. Bizarri, Paolo Borsa, Elisabeth Button und Marion Uhlig (Scrinium Friburgense 57), Wiesbaden 2023, S. 71-84 und 241-243.
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Ritter, Riese, Cyborg – mediävale Transformationen des Hybriden im computeranimierten Kurzfilm "Gdańsk" (2017), in: Studia Germanica Gedanensia 48 (2023), S. 7-21 (online).
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Literarischer Transfer auf Umwegen: ironisches Sprechen im "Löwenritter" Chrétiens de Troyes und im Kreuzlied Hartmanns von Aue, "Ich var mit iuweren hulden" (MF 218,5), in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB) 145 (2023), S. 80-102 (online).
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Schreib(-)szenen im Epilog des "Rappoltsteiner Parzifal", in: Dynamiken historischer Schreibszenen. Diachrone Perspektiven vom Spätmittelalter bis zur klassischen Moderne, hg. von Katja Barthel (Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte 168), Berlin / Boston 2022, S. 45-66 (online).
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Freude und Erinnerung als Impulse literarischen Sammelns im fiktionalen Raum der matière de Bretagne, in: Sammeln als literarische Praxis im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. XXVI. Anglo-German Colloquium, Ascona 2019, hg. von Mark Chinca, Manfred Eikelmann, Michael Stolz und Christopher Young, Tübingen 2022, S. 311-331.
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Mystagogisierung und Implementierung des "Nonnenwerks" im exemplar des Nürnberger Kartäusers Erhart Groß, in: Mystik unterwegs. Theologia mystica und revelationes in kartäusischen Händen, hg. von Marieke Abram, Susanne Bernhardt, Gilbert Fournier und Balázs J. Nemes (Studia Cartusiana 7), Leuven 2022, S. 155-202.
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Auditive Subversion und (un)erhörtes Skandalon in der höfischen Literatur des Mittelalters (am Beispiel von Kürenberger und "Tristan Menestrel"), in: Akustische Dimensionen des Mittelalters. Methoden, Begriffe, Perspektiven, hg. von Martin Clauss und Gesine Mierke (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 27,1), Heidelberg 2022, S. 200-222 (online).
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Biographisierungsstrategien in den "Visiones Saganenses" der Dorothea Beier, in: Jahrbuch der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft 23 (2021/22), S. 200-219.
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zwar oben, niden, hinten, vor – neuformalistische Oberflächenlektüre mittelalterlicher Gefangenschaftslieder (Richard Löwenherz und Oswald von Wolkenstein), in: Euphorion 115 (2021), S. 303-337.
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se xi mkl ost er – Der 'verbotene' Briefwechsel zwischen der Nonne Barbara Schleiffer und dem Dominikanerprior Johannes Henlein, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 107 (2020), S. 231-278.
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Zweikampf und Freundschaft – Erec und der 'Kleine König'. Interkulturelle Dynamiken in den europäischen "Erec"-Bearbeitungen, in: Verhandlung und Demonstration von Macht. Mittel, Muster und Modelle in Texten deutschsprachiger und skandinavischer Kulturräume, hg. von Florian M. Schmid und Anita Sauckel (ZfdA-Beiheft 32), Stuttgart 2020, S. 165-189.
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Geschichte als Exempel und der Tyrann als Exempelfigur – Kilian Leibs "Vom Ende und Frucht der Aufruhre und Empörungen des Pöbels und gemeinen Volks wider die Obrigkeit" (1525) und die Phalaris-Tradition seiner Zeit, in: Kilian Leib (1471-1553). Prediger – Humanist – Kontroverstheologe, hg. von Simon Falch und Bernward Schmidt (Katholisches Leben und Kirchenreform im Zeitalter der Glaubensspaltung 80), Münster 2020, S. 75-111.
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Spielarten 'begnadeten' Sehens in einigen altokzitanischen Liedern (Guilhem de Cabestanh, Jaufre Rudel, Peirol d'Alvernha) und in den Kontrafakturen und Paralleldichtungen Walthers von der Vogelweide, in: Wolfram-Studien XXVI (2020), S. 371-426.
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"Memorare novissima tua". Vom Umgang mit der Zeit in Gerards van Vliederhoven "Cordiale de quatuor novissimis" aus dem Umkreis der Devotio moderna, in: Die Zeit der letzten Dinge. Deutungsmuster und Erzählformen des Umgangs mit Vergänglichkeit in Mittelalter und Früher Neuzeit, hg. von Andreas Bihrer, Timo Felber und Julia Weitbrecht (Encomia Deutsch 6), Göttingen 2020, S. 165-194 (online).
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Prozesse narrativer Verdichtung in Alexanders von Roes "Pavo" und in den Ausformungen des literarischen Stoffes vom "schlafenden Ritter": "Le chevalier qui recovra l’amor de sa dame" und "Mauritius von Craûn", in: Prägnantes Erzählen, hg. von Friedrich Michael Dimpel und Silvan Wagner (Brevitas 1 – BmE Sonderheft), Oldenburg 2019, S.191-254 (online).
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Kontaktphänomene in Wort und Bild – Das Verhältnis der Erfurter und Leipziger "Parzival"-Fragmente zur Überlieferung des altfranzösischen "Conte du Graal" und dessen "Erster Fortsetzung", in: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 147 (2018), Heft 4, S. 463-490 (online).
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'Störende' und 'gestörte' Tänze – Zyklizität und zentrierte Wahrnehmung als Bausteine einer impliziten Poetik des Tanzens in der deutschen Literatur des Mittelalters , in: Tanz in der Vormoderne, hg. von Philip Knäble, Gregor Rohmann und Julia Zimmermann (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 23,2), Berlin 2018, S. 308-330 (online).
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Wolfram's Soltâne and Its Literary Traditions — On the Impossibility of an Artificial Paradise, in: Oxford German Studies 47,2 (2018), S. 149-168 (online).
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Grenzüberschreitung und Widerständigkeit der Dinge im "Lai du cort mantel" und seinen mittelhochdeutschen Bearbeitungen, in: Das Verhältnis von res und verba. Zu den Narrativen der Dinge, hg. von Martina Wernli und Alexander Kling (Rombach Wissenschaften, Reihe Litterae 231), Freiburg i.Br. / Berlin / Wien 2018, S. 79-99.
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Spuren der Chrétien-Überlieferung in Hartmanns Iwein, Wolframs Parzival und im Kliges des Ulrich von Türheim, in: Der Kurzroman in den spätmittelalterlichen Sammelhandschriften Europas / Pan-European Romances in Medieval Compilation Manuscripts, hg. von Miriam Edlich-Muth (Imagines Medii Aevi. Interdisziplinäre Beiträge zur Mittelalterforschung 40), Wiesbaden 2018, S. 19-40.
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... dont Tristan fu enprisones – mittelhochdeutsche Adaptationen und Kontrafakturen zu "D'Amors qui m'a tolu a moi" im Spiegel der Chrétien-Überlieferung, in: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 145 (2016), Heft 1, S. 9-48 (online).
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"Paulus und Thekla II" oder "Die guldin regel" – (Pseudo-)Biographie eines Beichtigers, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 136 (2014), Heft 4, S. 624-653 (online).
- Johannes Nider in Inzigkofen? – Lehrgespräch für eine Novizin (Mit Edition), in: Zeitschrift für deutsche Philologie 133 (2014), Heft 1, S. 99-113 (online).
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