Institut für Germanistik

TEXTiT-Projekt: Texting in Time

Projekt: Texting in Time

Unser Projekt zielt darauf ab, die Prozessualität alltäglicher Smartphone-Kommunikation in der deutschsprachigen Schweiz und Deutschland auf der Basis von Bildschirmaufzeichnungen linguistisch zu beschreiben und zu erklären.

Damit steht es in der Tradition der linguistischen Erforschung interpersonaler, mobiler Kommunikation, wie sie seit nunmehr zwei Dekaden als ein zentraler Strang der sprachwissenschaftlichen Beschäftigungen mit digitalen Medien betrieben wird. Im Gegensatz zur vorherigen Forschungsansätzen, die vorrangig die Analyse von Nachrichtenprotokollen in den Blick nahmen, basiert die Datengrundlage unseres Projekts auf authentischen Bildschirmaufzeichnungen der Smartphone-Kommunikation, um sie in ihrer Prozessualität und Multiaktivität zu erfassen.

Forschungsziele

Das Projekt verfolgt drei übergeordnete Ziele:

  1. die soziolinguistische Beschreibung und Erklärung der prozesshaften Organisation von stilistischer Variation und Mehrsprachigkeit in der alltäglichen Smartphone-Kommunikation von Individuen,
  2. die interaktional-linguistische Beschreibung und Erklärung der prozesshaften Organisation von alltäglicher Smartphone-Interaktion als eine durch Multiaktivität gekennzeichnete soziale Praxis,
  3. den Aufbau einer Online-Datenbank, die die Smartphone-Kommunikation von Individuen in der deutschsprachigen Schweiz und Deutschland anhand von Bildschirmaufzeichnungen im Prozess abbildet, durch ethnographische Informationen kontextualisiert, der Forschung nachhaltig zugänglich macht und in Folgeprojekten erweiterbar ist.