Institut für Germanistik

Personal

Prof. Dr. Gesine Schiewer

Titularprofessorin

E-Mail
gesine.schiewer@germ.unibe.ch
Postadresse
Universität Bern
Institut für Germanistik
Länggassstrasse 49
3012 Bern
Sprechstunde
Nach Vereinbarung per E-Mail.
Schulabschluss Abitur am 12. Juni 1980
Hansa-Gymnasium in Hamburg-Bergedorf
Studium WS 1981 – SS 1982: Universität Hamburg
Germanistik, Romanistik
WS 1982 – SS 1985: Universität Kiel
Germanistik, Romanistik, Informatik
WS 1985 – SS 1988: Universität München
Theoretische Linguistik, Neuere deutsche Literatur, Informatik
Abschlüsse

Magisterexamen in den Fächern:
Theoretische Linguistik, Neuere deutsche Literatur, Informatik
Juli 1988, Universität München
Thema der Magisterarbeit:
Die Rolle des Lexikons in der Informationsverarbeitung:
Am Beispiel einer kategorialgrammatisch basierten natürlichsprachlichen Schnittstelle
Referent: Prof. Theo Vennemann, Ph.D.

Doktorexamen in dem Promotionsfach:
Neuere deutsche Literatur
November 1993, Universität Bern
Thema der Promotionsschrift:
Cognitio symbolica. Lamberts semiotische Wissenschaft und ihre Diskussion bei Herder, Jean Paul und Novalis
Referenten: Prof. Dr. Wolfgang Proß
Prof. Dr. Dr. Ernest W.B. Hess-Lüttich

Habilitation, venia legendi: Deutsche Philologie (Prüfungsberechtigung in Neuerer deutscher Literaturwissenschaft und Sprachwissenschaft)
Februar 2001, Universität Bern
Thema der Habilitationsschrift:
Poetische Gestaltkonzepte und Automatentheorie.
Arno Holz – Robert Musil – Oswald Wiener (Druckfassung)

Berufstätigkeit in Frankreich 01.09.1980 – 31.08.1981
15.07.1982 – 15.09.1982
01.07.1985 – 15.09.1985
Tätigkeit in Sachabteilungen und Sekretariat der Banque Veuve Morin-Pons in Paris, Tochter der Dresdner Bank AG
Auslandsaufenthalt in England 01.11.1988 – 31.03.1989
Besuch der Davies's School of English in London
Berufliche Tätigkeiten und Praktika 19.09.1983 – 14.10.1983
Praktikum im Rechenzentrum der Hamburgischen Landesbank in Hamburg
13.05.1986 – 31.10.1986
Tätigkeit als Werkstudentin der Informatik in dem Bereich Bauelemente Vertrieb der Firma Siemens in München
Universität Bern
Institut für Germanistik
Assistenz
17.04.1990 – 30.06.1991
Assistenz bei Prof. Dr. Wolfgang Proß
Neuere deutsche Literaturwissenschaft
01.07.1991 – 31.08.1999
Assistenz bei Prof. Dr. Dr. Ernest W.B. Hess-Lüttich
Sprach- und Literaturwissenschaft (Textwissenschaft)
Oberassistenz 01.09.1999 – 31.08.2001
Oberassistenz bei Prof. Dr. Dr. Ernest W.B. Hess-Lüttich
Angewandte Linguistik und Kommunikationswissenschaft
01.04.2001 – 31.08.2002
Mitarbeit am Berner Ortsnamenbuch
Bereich Dialektologie und Ortsnamenforschung
Dozentur seit 01.09.2001 – 31.08.2008
Dozentur Linguistik und Kommunikationswissenschaft – German Studies: Linguistics
Akademische Selbstverwaltung 1997 – 1999
Mittelbauvertretung phil.-hist. Fakultät der Universität Bern
2004 – 2005
Kommission Selbstevaluation
Institut für Germanistik der Universität Bern
2008 – 2010
Geschäftsführung Deutsch als Fremdsprache
TU Dresden
2010 – 2012
Geschäftsführung Deutsch als Fremdsprache (gemeinsam mit Prof. Dr. Jörg Roche)
LMU München
Geschäftsführende Assistenz Institut für Germanistik 01.04.2002 – 31.03.2006
Gewählte Vertrauensperson 2003 Vertrauensperson der Institutsmitglieder
2004 Vertrauensperson der Studierenden
2005 Vertrauensperson der Institutsmitglieder
2006 Vertrauensperson der Studierenden und Vertrauensperson der Institutsmitglieder
2007 Vertrauensperson der Institutsmitglieder und stellv. Vertrauensperson der Studierenden
2008 Vertrauensperson der Institutsmitglieder
Listenplätze Hamburg, Bern, Stellenbosch, Johannesburg, Melbourne, Mainz
Lehrstuhlvertretung / Gastprofessur WS 2002/2003
Vertretung Prof. Dr. Dr. Ernest W.B. Hess-Lüttich, Bern
Angewandte Linguistik und Kommunikationswissenschaft
Université Fribourg
Dep. Germanistik
Lehrstuhlvertretung / Gastprofessur
WS 2002/2003
Dep. Germanistik Vertretung Prof. Dr. Harald Fricke, Fribourg
Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Université Fribourg
Dep. Germanistik
Gastdozentur /
Lehrbeauftragte
SS 2003 – SS 2007
Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Universität Wien
Institut für Germanistik
Erasmus-Gastprofessur
SS 2003, WS 2004/2005
Sprachwissenschaft (Prof. Dr. Peter Wiesinger)
Universität Göttingen
Deutsche Philologie
Gastprofessur W3
WS 2007/2008
Germanistische Linguistik
TU Dresden
Institut für Germanistik
Lehrstuhlvertretung/
Gastprofessur
SS 2008 – WS 2009/10
Deutsch als Fremdsprache/Transkulturelle Germanistik
Universität Mainz
FASK Germersheim
Lehrbeauftragte
WS 2008 – SS 2009
Translationswissenschaft/Interkulturelle Germanistik
Universität Istanbul
FASK Germersheim
Erasmus-Gastprofessur
SS 2010
Literaturwissenschaft, Lehrstuhl Prof. Dr. Seyda Ozil
LMU München
Institut für Germanistik
Lehrstuhlvertretung/
Gastprofessur
seit SS 2010
Deutsch als Fremdsprache
Mentoring seit 2006
Mentorin bei dem Mentoringprogramm 'womentoring' von und für Studentinnen an der Uni Bern
Kanton Bern
Maturitätskommission
seit 1996
Kantonale Maturitätsexpertin – 
Mitwirkung an insgesamt ca. 800 Maturitätsprüfungen
Universität Bern
Abteilung für das
Höhere Lehramt
seit 2001
Expertin Lehrerinnen- und Lehrerausbildung
Consulting editor Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Zeitschrift
Linguistik online
Mitgliedschaft in Gesellschaften Deutsche Gesellschaft für Semiotik
Internationale Gesellschaft für Semiotik
Gesellschaft für Angewandte Linguistik
Deutscher Germanistenverband
Deutscher Hochschulverband
Gesellschaft für Interkulturelle Germanistik
Poetics and Linguistics Association
Internationale Herbart-Gesellschaft
Schweizerische Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Schweizerische akademische Gesellschaft für Germanistik
Internationale Robert-Musil-Gesellschaft
Arno Holz Gesellschaft für Polnisch-Deutsche Verständigung
Geschäftsführung Gesellschaft für interkulturelle Germanistik (2006-2010)

 

Bücher  

2014 Sprache und Emotionsforschung, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft (i. Vorb.) 
2004 Poetische Gestaltkonzepte und Automatentheorie. Arno Holz – Robert Musil – Oswald Wiener, Würzburg: Königshausen & Neumann, 403 p. [Habilitation] 
1996 Cognitio symbolica. Lamberts semiotische Wissenschaft und ihre Rezeption bei Herder, Jean Paul und Novalis. Tübingen: Niemeyer, 290 p. [Dissertation] 

Editionen

2010

Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache (Intercultural German Studies), Thematischer Teil "Interkulturelle Germanistik – Interdisziplinäre Kooperation in internationalen Feldern. Kulturwissen – Informationstechnologie – Wirtschaftspraxis". München: iudicium.

2005 „Übersetzung. Theorie und Praxis bilingual vermittelter Kommunikation in der Diskussion – Translation. Theory and Practice of Bilingual Communication: a Discussion“. Special Issue von Linguistik online, 23, 2/05,
www.linguistik-online.de

Aufsätze, Lexikonartikel

2013c Let's Talk About ´Translation´. Translationswissenschaftliche Fragen im Zusammenhang von Text und Diskurs am Beispiel urbaner Innovation, in: Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache (Intercultural German Studies) 38/2012, Thematscher Teil hg. von Andreas Kelletat. München: iudicium (i.E.).
2013b Discourse and the City. Diskursanalytische Implikationen sozialer Innovationsparadigmen am Beispiel des Urbanismus, in: Diskurslinguistik im Spannungsfeld von Deskription und Kritik, hg. von Ingo H. Warnke, Ulrike Meinhof & Martin Reisigl. Berlin/New York: de Gruyter, 203-219.
20013a Von der "unverzichtbaren Kernkraft" zum "alternativlosen Atomausstieg". Kognitionslinguistische Überlegungen zur gesellschaftlichen Deutung von Technik und Technikwissen in unternehmerischen und anderen Kontexten, in: Kommunikative Unerreichbarkeit im Zeitalter vielfältiger Fundamentalismen (=Transferwissenschaften 8), hg. von Tilo Weber und Gerd Antos. Frankfurt am Main: Lang (i.E.).
2012b Emotionales Sprechen im Fokus pragmatischer Sprach- und Kulturgeschichte. J.Fr. Rock – Linguistische Varietät in Alltag, Inspiration, Literatur, in: Pietismus und Neuzeit. Ein Jahrbuch zur Geschichte des neueren Protestantismus, Bd. 38, 86-117.
2012a 'Lohnende Kommunikation' in komplexen Umfeldern und soziokulturell-mehrsprachigen Metropolen. Grundlagen einer Kulturtheorie des Gewinns, in: Zeitschrift für interkulturelle Germanistik, 3. Jahrgang Heft 2, 11-23.
2011 Von der Literatursprache zu "Bücher(n), die ihren Lesern Tore öffnen". Perspektiven der interkulturellen Literaturwissenschaft an der Schnittstelle von Translationswissenschaft und Wissenssoziologie, in: Deutsch als Fremdsprache und Literaturwissenschaft. Zugriffe, Themenfelder, Perspektiven, hg. von Michael Ewert, Renate Riedner & Simone Schiedermair, München: iudicium, 60-78.
2010j Sprach- und Literaturwissenschaft in den internationalen 'Wissenskulturen': Germanistik an der Schnittstelle neuer Ansätze der Wissens- und Techniksoziologie, in: Journal of Literary Theory Vol. 4, No. 1, 99-120.
2010i Interkulturelle Germanistik – Disziplinäre Kooperation in internationalen Feldern. Kulturwissen – Informationstechnologie – Wirtschaftspraxis. Einleitung zum Thematischen Teil, in: Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache (Intercultural German Studies) 35/2009, München: iudicium, 63-80.
2010h Der 'Dialog der Kulturen' als translationstheoretisches Problem. Perspektiven der Translation für asymmetrische Machtverhältnisse und Konfliktaushandlung, in Alman Dili ve Edebiyati Dergisi. Studien zur deutschen Sprache und Literatur, hg. von der Abteilung für deutsche Sprache und Literatur an der Philosophischen Fakultät der Universität Istanbul, Heft 22/2009, 5-33.
2010g Wissen zur Sprache bringen. Perspektiven der Wissensmodellierung im Ausgang von Mihály Polánis 'Personal Knowledge', in: Jahrbuch der ungarischen Germanistik 2010, 263-276.
2010f Kulturwissen und Sprache – Quellen der sprachpragmatischen Kulturwissenschaft in der ungarischen Philosophie, in: Deutsch im interkulturellen Begegnungsraum Ostmitteleuropa, hg. von Ernest W.B. Hess-Lüttich, Frankfurt am Main: Peter Lang, 377-390.
2010e Artikel "Lexikographie und Gattung", in: Handbuch Gattungstheorie, hg. von Rüdiger Zymner. Stuttgart/Weimar: Metzler, 90-92.
2010d Der 'Dialog der Kulturen' in der Diskussion: Grundlagen und Perspektiven internationaler Kommunikation in nicht-idealer Situation, in: Rahmenwechsel Kulturwissenschaften, hg. von Peter Hanenberg, Isabel Capeloa Gil, Filomena Viana Guarda, Fernando Clara, Würzburg: Könighausen & Neumann, 75-84.
2010c Kooperation und Wettbewerb – ein Widerspruch? Verständigung und Übersetzung im Blickfeld ökonomischer Emotionsforschung, in: Zeitschrift für interkulturelle Germanistik, hg. von Dieter Heimböckel et al., Heft 1, 2010, 127-142.
2010b Interkultureller Medienkontakt – Perspektiven der Konfliktlinguistik und Informationsethik, in: Sprach- und Kulturkontakt in den Neuen Medien, hg. von Ulla Kleinberger und Franc Wagner, Bern u.a.: Haupt (Sprache in Kommunikation und Medien, Bd. 1), 135-162.
2010a La beauté des verités et la beauté des termes – Wissenschaft und Ästhetik in Lamberts Sprachphilosophie, in: 'Natur', Naturrecht und Geschichte. Aspekte eines fundamentalen Begründungsdiskurses der Frühen Neuzeit, hg. von Simone de Angelis, Florian Gelzer und Lucas Gisi. Berlin: de Gruyter, 71-91.
2009k Der 'Dialog der Kulturen' als Problem einer interkulturellen Kommunikationskultur. Anmerkungen zur Initiative der Vereinten Nationen, in: Kommunikation und Konflikt: Kulturkonzepte der interkulturellen Germanistik, hg. von Ernest W.B. Hess-Lüttich gemeinsam mit Ulrich .Müller, Siegrid Schmidt und Klaus Zelewitz (Hg.) 2009: [VI. Intern. Kongreß der GiG Wien 2006] (=Cross Cultural Communication 16 = Publikationen der GiG 11), Frankfurt/Main: Peter Lang, (i.E., Nachdruck von 2006b)
2009j Why Androids Will Have Emotions. Constructing Human-Like Actors and Communicators Based on Exact Sciences of the Mind, in: Human Machine Interaction. Research Results of the MMI Program, ed. by Denis Lalanne and Jürg Kolhas. Berlin/Heidelberg: Springer (Lecture Notes on Computer Science), 133-163 [mit Wolfgang Gessner und Alex Ringenbach].
2009l Literatur – Technologie – Ethik. Das Dilemma von Informationstechnologie und freischwebender Intelligenz am Beispiel der Mehrsprachigkeit, in: Festschrift zum 65. Geburtstag von Stefan Bodo Würffel, hg. von Jan Erik Antonsen und Sabine Haupt, München: Fink, 167-173.
2009h Keine Krisis der europäischen Wissenschaft: Transdisziplinarität als Programm in der interkulturellen Germanistik, in: Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache (Intercultural German Studies) 2008, 35-50
2009g Kognitive Emotionstheorien – Emotionale Agenten – Narratologie. Perspektiven aktueller Emotionsforschung für die Literaturwissenschaft, in: Literatur und Kognition. Bestandsaufnahmen und Perspektiven eines Arbeitsfeldes, hg. von Martin Huber und Simone Winko, Paderborn: Mentis (Reihe "Poetogenesis"), 99-114.
2009f Übersetzung und Rezeption des "Mahâbhârata": Literarische Interkulturalität bei Franz Bopp, Friedrich Rückert und Alfred Döblin, in: Der Gott der Anderen. Interkulturelle Transformationen religiöser Traditionen, hg. von Ernest W.B. Hess-Lüttich gemeinsam mit Arupon Natarajan. Frankfurt am Main. Lang (Reihe "Cross Cultural Communication", Bd. 15), 225-247.
2009e Das Problem des Politischen in der Philosophie Edith Landmanns, in: Das Ideal des schönen Lebens und die Wirklichkeit der Weimarer Republik. Vorstellungen von Staat und Gemeinschaft im George-Kreis, hg. von Roman Köster, Werner Plumpe, Bertram Schefold und Korinna Schönhärl, Berlin: Akademie Verlag, 77-94.
2009d Wissenstypologie im Horizont von Wissenschaftssprache und Texttheorie –– Oder: Kant-Theorien vs. F. Schlegel-Theorien, in: Typen von Wissen – begriffliche Unterscheidung und Ausprägungen in der Praxis des Wissenstransfers (= Transferwissenschaften 6), hg. von Tilo Weber und Gerd Antos. Frankfurt am Main: Lang, 50-75.
2009c Der "Dialog der Kulturen" als diskurstheoretisches Problem. Zur Kontroverse von Jürgen Habermas und Joseph Kardinal Ratzinger um Wissenschaft und Religion, in: Wissenstransfer und Diskurs (=Transferwissenschaften 7), hg. von Sigurd Wichter und Oliver Stenschke. Frankfurt am Main: Lang, 43-58.
2009b Brücken bauen zu Technologie und Praxis in der interkulturellen Germanistik: Implizites Wissen (tacit knowing and knowledge) und Sprache, in: Wie kann man vom 'Deutschen' leben? Zur Praxisrelevanz der interkulturellen Germanistik, hg. von Ernest W.B. Hess-Lüttich gemeinsam mit Peter Colliander und Ewald Reuter, Frankfurt am Main: Lang (Reihe "Cross Cultural Communication", Bd. 17), 81-105.
2009b Brücken bauen zu Technologie und Praxis in der interkulturellen Germanistik: Implizites Wissen (tacit knowing and knowledge) und Sprache, in: Wie kann man vom 'Deutschen' leben? Zur Praxisrelevanz der interkulturellen Germanistik, hg. von Ernest W.B. Hess-Lüttich gemeinsam mit Peter Colliander und Ewald Reuter, Frankfurt am Main: Lang (Reihe "Cross Cultural Communication", Bd. 17), 81-105.
2009a Johann Jakob Bodmers Sprachtheorie – Kontroversen um die Standardisierung und pragmatische Fundierung des Deutschen, in: Bodmer und Breitinger im Netzwerk der Zürcher Aufklärung, hg. von Anett Lütteken und Barbara Mahlmann-Bauer. Das Achtzehnte Jahrhundert. Supplementa. Göttingen: Wallstein, 638-659.
2008e Linguistik und Literaturwissenschaft in der Schweiz, in: Deutsch-russische Germanistik. Ergebnisse, Perspektiven und Desiderate der Zusammenarbeit, hg. von Dirk Kemper und Iris Bäcker. Moskau; Stimmen der slavischen Kultur, 210-222 [ergänzte und aktualisierte Fassung von 2003g; mit Ernest W.B. Hess-Lüttich].
2008d Identifying the Common Ground of Emotion and Speech Acts in View of Human-Robot Interaction (HRI), in: Online Proceedings of the Workshop "Emotion and Computing", 31st German Conference on Artificial Intelligence KI-2008. Kaiserslautern, Germany, September 23-26, 2007 [mit Wolfgang Gessner] http://wwwlehre.ba-stuttgart.de/~reichard/workshop/emotion-and-computing-2008.pdf.
2008c Bausteine zu einer Emotionssemiotik. Zur Sprache des Gefühlsausdrucks in Kommunikation und affective computing, in: Kartographie des Verhüllten. Brückenschläge zwischen Natur- und Kulturwissenschaften/Carthography of teh Disguised. Bridging Science and Humanities, hg. von Dieter Genske, Ernest W.B. Hess-Lüttich, Monika Huch, Kodikas/Code, Tübingen: Gunter Narr, 236-257.
2008b Alfred Döblins "Manas" oder: Shivas Sprache tanzt. Epische Tradition und Kontingenz in der Moderne, in: Tatsachenphantasie. Alfred Döblins Poetik des Wissens im Kontext der Moderne, hg. von Sabina Becker und Robert Krause (Tagungsband zum Internationalen Alfred Döblin-Kolloquium Emmendingen 2007), Bern: Lang, 239-261.
2008a Strukturen sprachlicher Gewalt im Drama. Friedrich Hebbels Sprachreflexion im Kontext von Wilhelm von Humboldt und Moritz Lazarus, in: Hebbel. Mensch und Dichter im Werk, Folge 10: "Das Weib im Manne zieht ihn zum Weibe; der Mann im Weibe trotzt dem Mann". Geschlechterkampf oder Geschlechterdialog: Friedrich Hebbel aus der Perspektive der Genderforschung, hg. von Ester Saletta und Christa Agnes Tuczay, Berlin Weidler, 95-118.
Handbuch Literaturwissenschaft, hg. von Thomas Anz. 3 Bände. Stuttgart/Weimar: Metzler, Bd.II, 392-402.
2007f Handbuch Literaturwissenschaft, hg. von Thomas Anz. 3 Bände. Stuttgart/Weimar: Metzler, Bd.II, 392-402.
Artikel:
Literaturwissenschaft und Nachbarwissenschaften: Literaturwissenschaft und Sprachwissenschaft
2007e Metzler Literatur Lexikon, begründet von Günther und Irmgard Schweikle. 3., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, hg. von Dieter Burdorf und Christoph Fasbender.
Artikel:
Affektenlehre – Code – Dekodierung – Durch – Friedrichhagener Dichterkreis – Geselligkeit – Gesetz – Hallescher Dichterkreis – Hypotaxe – Informationsästhetik – Interpunktion – Kommunikation – Kommunikationsforschung – Kommunikationstheorie – Sekundenstil – Sprachgesellschaften – Szenisches Erzählen – Wortkunst.
2007d  Sprache und Emotion in der literarischen Kommunikation – ein integratives Forschungsfeld der Textanalyse, in: Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes. Literatur und Gefühl, hg. von Thomas Anz und Martin Huber. Heft 2/2007, Aisthesis Verlag, 66-80.
2007c Constructing Androids as Emotional Agents in Robot-Human Relationship, in: Online Proceedings of the Workshop "Emotion and Computing", 30th German Conference on Artificial Intelligence KI-2007. Osanbrück, Germany, September 10-13, 2007 [mit Wolfgang Gessner, Guerino Mazzola, Alex Ringenbach] http://emotion-and-computing.de/emotion-and-computing-2007.pdf 
2007b Über Gewalt sprechen.Darstellungsperspektiven sexuellen Mißbrauchs in Literatur und Justiz, in: IASL 32. Bd., 1. Heft. Niemeyer, 153-168.
2007a Die Perspektive der "kleinen Emmi". Sprachliche Bedingungen der Darstellung von sexueller Gewalt, in: Zerreissproben/Double Bind. Familie und Geschlecht in der deutschen Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts, hg. von Christine Kanz. Schriftenreihe "Gender-Wissen" des eFeF-Verlags. Bern, 65-81.
2006c Cognitive Emotion Theories, Emotional Agents, and Narratology, in: Proceedings of the 5th International Conference on Language Resources and Evaluation. Genoa 22-28 May 20006. http://www.elra.info
2006b Der "Dialog der Kulturen" als Problem einer interkulturellen Kommunikationskultur. Anmerkungen zur Initiative der Vereinten Nationen, in: Eco-Semiotics. Umwelt- und Entwicklungskommunikation, hg. von Ernest W.B. Hess-Lüttich, Tübingen: Narr, 371-394.
2006a Kommunikative Verständigung oder Interpretation? Der Rezipient im Fokus einer linguistisch fundierten Hermeneutik, in: Tagungsband 5. Kolloquium Transfer­wissen­schaften „Wissenstransfer: Erfolgskontrolle und Rückmeldungen aus der Praxis“ in Göttingen, hg. von Albert Busch und Sigurd Wichter. Frankfurt am Main: Lang, 265-279.
2005d Die Bedeutung von ars inveniendi und System-Begriff für die Ausbildung einer historisch-genetischen Sprachbetrachtung im 18. Jahrhundert, in: Deutsche Vierteljahresschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, 1/2005, 29-63.
2005c Umwelt – Kultur – Literatur: Konzepte psychologischer Ökologie im 20. Jahrhundert und ihre Bedeutung für die Umweltkommunikation, in: Natur – Kultur – Text. Beiträge zu Ökologie und Literaturwissenschaft, hg. von Sylvia Mayer und Catrin Gersdorf. Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 109-124.
2005b  Verbales Verhalten im Horizont von Ethologie und Psychologie. Zur „Sprache des Lebens“ in dem dramatischen Spätwerk von Arno Holz, in: Betten, Anne/Dannerer, Monika (Hgg.): Dialoganalyse IX/Dialogue Analysis IX – Dialogue in Literature and the Media. Referate der 9. Arbeitstagung der IADA, Salzburg 2003. Selected Papers from the 9th IADA Conference, Salzburg 2003, Part I: Literature. Tübingen: Niemeyer, 99-108.
2005a  Sprache, Wirklichkeit, Bewußtsein. Robert Musils psychologisch-ästhetische Bedeutungstheorie, in: Reihe „Musiliana“, hg. von Marie Luise Roth. Bern: Lang 89-110.
2003g Linguistik und Literaturwissenschaft in der Schweiz, in: Literaturwissenschaft und Linguistik von 1960 bis heute, hg. von Ulrike Haß/Christoph König. Reihe „Marbacher Wissenschaftsgeschichte“, Bd. 4, Göttingen: Wallstein, 245-255.
2003f Sprache und Metapher in dem Konzept einer psychologischen Ökologie, in: www.metaphorik.de 04/2003.
2003e Sprachgeschichte und Literatursprache als kulturelle Praxis, in: Berührungsbeziehungen zwischen Linguistik und Literaturwissenschaft, hg. von Christine Keßler/Michael Hoffmann. Reihe „Sprache – System und Tätigkeit“, hg. von Inge Pohl/Karl-Ernst Sommerfeldt. Bern: Lang, 77-92.
2003d Die Unhintergehbarkeit des Interpretationsproblems beim Textverstehen, in: Berührungsbeziehungen zwischen Linguistik und Literaturwissenschaft, hg. von Christine Keßler/Michael Hoffmann. Reihe „Sprache – System und Tätigkeit“, hg. von Inge Pohl/Karl-Ernst Sommerfeldt. Bern: Lang, 59-73.
2003c Literatursprachliche Entwicklungen in der Perspektive internationaler Kunstprozesse der Gegenwart, in: TRANS. Internet-Zeitschrift für Kulturwissenschaften http://www.inst.at/trans/13Nr/schiewer13.htm.
2003b Poetische und erkenntnistheoretische Rezeption gestaltpsychologischen Denkens in der Literatur des 20. Jahrhunderts, in: Peter Wiesinger (Hg.), Akten des X. Internationalen Germanistenkongresses Wien 2000. "Zeitenwende – Die Germanistik auf dem Weg vom 20. ins 21. Jahrhundert". Jahrbuch für Internationale Germanistik. Reihe A: Kongreßberichte, hg. von Peter Wiesinger unter Mitarbeit von Hans Derkits. Bern: Lang, 287-293.
2003a Zeichen, Gestalt, Automaten: Oswald Wieners Erkenntnistheorie, in: Maschinen und Geschichte – Machines and History. Beiträge des 9. Internationalen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) vom 3.–6. Oktober 1999 an der TU Dresden, hg. von Walter Schmitz und Ernest W.B. Hess-Lüttich. Dresden: Thelem bei w.e.b., 376-388.
2002d Sind gesellschaftliche Diskurse über Technikkontroversen rational? Kooperative Verständigung in kommunikationstheoretischer Perspektive, in: Colourfull green ideas, hg. von Alwin Fill. Bern: Lang, 395-412.
2002c Wissenssoziologie und Semiotik. Karl Mannheims Ansatz einer "kultursemiotischen Hermeneutik" und der Gebilde-Begriff Kurt Singers, in: Zwischen den Kulturen. Studien zu Kurt Singers Leben und Werk, hg. von Achim Eschbach/Viktoria Eschbach-Szabo/Nobuo Ikeda. München: iudicium, 363-380.
2002b Lambert's Semiotics: Memory, Cognition, and Communication, in: Kodikas/Code Ars Semeiotica, Vol. 25, No. 1-2, 145-158. [zus. mit Ernest W.B. Hess-Lüttich].
2002a Einflüsse literarischer Wortschätze auf Allgemeinwortschätze, in: Cruse, Alan D./Michael Job/Franz Hundsnurscher/Peter Rolf Lutzeier (Hgg.), Lexikologie. Lexicology. Ein internationales Handbuch zur Natur und Struktur von Wörtern und Wortschätzen. An international handbook on the nature and structure of words and vocabularies, 1. Halbband, Berlin/New York: de Gruyter, 873-879.
2001c KI-Forschung und Ästhetik digitaler Literatur: Zur Diskussion des Künstlichen, in: Kodikas/Code Ars Semeiotica, Vol. 24, special issue, 179-188.
2001b Interaktivität als kritische Kategorie der Netzliteratur, in: Friedrich Block/Christiane Heibach/Karin Wenz (Hgg.), Proceedings des Forums "Ästhetik digitaler Literatur", 20.-22. Oktober 2000 in Kassel. http://www.dichtung-digital.de, Beiträge zur Ästhetik digitaler Literatur und Kunst, hg. von Roberto Simanowski, Januar-newsletter.
2001a Oswald Wieners experimentelle Kunst als Kritik formaler Kommunikationstheorien, in: Ernest W.B. Hess-Lüttich (Hg.), Autoren, Automaten, Audiovisionen. Neue Ansätze der Medienästhetik und Tele-Semiotik. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 57-74.
1999 »Die Zersetzung der Gefühls- und Denkformeln«. Sprache und Gestaltdenken in Musils erkenntnistheoretischer Konzeption, in: Scientia Poetica. Jahrbuch für Geschichte der Literatur und der Wissenschaften, Bd. 3, Tübingen: Niemeyer, 122–144.
1998c  "Der Gebrauch ist der Meister". Zeichen, "Wortstreite", einfache Begriffe: Über das kommunikationstheoretische Interesse an der Semiotik des Johann Heinrich Lambert, in: Dieter Krallmann/H. Walter Schmitz (Hgg.), Perspektiven einer Kommunikationswissenschaft. Internationales Gerold Ungeheuer-Symposium, Essen 6.–8.7.1995. Bd. 2. Signifikation. Beiträge zur Kommunikationswissenschaft, Bd. 1, Münster: Nodus, 341–356 [zus. mit Ernest W.B. Hess-Lüttich].
1998b Lamberts Semiotik: Gedächtnis, Erkenntnis, Kommunikation, in: Ernest W.B. Hess-Lüttich/Brigitte Schlieben-Lange (Hgg.), Signs & Time. Zeit & Zeichen. An International Conference on the Semiotics of Time in Tübingen. Tübingen: Narr, 208-227 [zus. mit Ernest W.B. Hess-Lüttich].
1998a "Exakte Wissenschaft" und natürliche Sprache: Zeichentheoretische Konzepte in den sprachphilosophischen Reflexionen Leibniz' und J.H. Lamberts, in: Lutz Danneberg/Jürg Niederhauser (Hgg.), Darstellungsformen der Wissenschaften im Kontrast. Aspekte der Methodik, Theorie und Empirie. Tübingen: Narr, 455–470.
1997  Das Konzept einer Integration von »Körper« und »Geist« in Herders Metakritik, in: Marion Heinz (Hg.), Herder und die Philosophie des deutschen Idealismus. Fichte-Studien-Supplementa, Bd. 8, Amsterdam: Rodopi, 65-88.
1995 Sprachtheorie im 18. Jahrhundert: Metapher bei J.H. Lambert, in: Lutz Dannebert/Andreas Graeser/Klaus Petrus (Hgg.), Metapher und Innovation. Die Rolle der Metapher im Wandel von Sprache und Wissenschaft. Bern/Stuttgart/Wien: Haupt, 53-65.
1993 Die Logik und Zeichentheorie J.H. Lamberts als Bedingungen der Enzyklopädistik des Novalis, in: Kodikas/Code Ars Semeiotica, Vol. 16, No. 3/4, 303-324.

Rezensionen

2009 Dembeck, Till (2007): Texte rahmen. Grenzregionen literarischer Werke im 18. Jahrhundert (Gottsched, Wieland, Moritz, Jean Paul). Berlin/New York: de Gruyter, in: Arbitrium. Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft, hg. von Wolfgang Harms, Peter Strohschneider, Friedrich Vollhardt. Tübingen: Niemeyer (i.Vorb.).
2009 Neymeyr, Barbara (2005): Psychologie als Kulturdiagnose. Musils Epochenroman "Der Mann ohne Eigenschaften". Heidelberg: Winter, in: Arbitrium. Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft, hg. von Wolfgang Harms, Peter Strohschneider, Friedrich Vollhardt. Tübingen: Niemeyer (i.E.).
2006 Kleinschmidt, Erich (2004): Die Entdeckung der Intensität. Geschichte einer Denkfigur im 18. Jahrhundert. Göttingen: Wallstein, in: Arbitrium. Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft, hg. von Wolfgang Harms, Peter Strohschneider, Friedrich Vollhardt. Tübingen: Niemeyer.
2004 Lönker, Fred (2002): Poetische Anthropologie. Robert Musils Erzählungen Vereinigungen. München: Fink, in: Arbitrium. Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft, hg. von Wolfgang Harms, Peter Strohschneider, Friedrich Vollhardt. Tübingen: Niemeyer.
2002 Debus, Friedhelm/Kollmann, Franz Gustav/Pörksen, Uwe (Hrsg.) (2000): Deutsch als Wissenschaftssprache im 20. Jahrhundert. Vorträge des Internationalen Symposions vom 18./19. Januar 2000. Stuttgart: Franz Steiner, in: Cardanus. Jahrbuch für Wissenschaftsgeschichte, Bd. 3, 133-135.
1993 Küper, Christoph (Hrsg.): Von der Sprache zur Literatur. Motiviertheit im sprachlichen und im poetischen Kode, Tübingen: Stauffenburg, Rezension in: Kodikas/Code Ars Semeiotica, Vol. 16, No. 3/4, 1993, 432-435.

Berichte

1997 Das 31. Linguistische Kolloquium 1996 in Bern, in: ZGL Zeitschrift für germanistische Linguistik, Bd. 25, Heft 2, 217-219 [zus. mit Ernest W.B. Hess-Lüttich].

Emotional Agents for Controlling Expression, Action, and Speech in Man-Machine Interaction 
Emotionale Agenten zur Steuerung von Ausdruck, Handeln und Sprechen in der Mensch-Maschine Interaktion

In interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Projektpartnern aus Bereichen der Psychologie, Künstlichen Intelligenz, Informatik und Musikästhetik.
Finanziert durch die Hasler-Stiftung Bern 

Kurzbeschreibung 

Mensch-Maschine-Interaktionen sind in zentraler Hinsicht mit der zwischenmenschlichen Kommunikation vergleichbar: Ziel ist die Koordination und die einseitige oder gegenseitige Steuerung, um Planungen und gemeinschaftliche Handlungsausführungen reibungslos zu gewährleisten. Zu diesem Zweck verwenden Menschen Zeichen, deren Bandbreite von der Verwendung natürlicher Sprache einschließlich der Mimik und Gestik bis zur Konstruktion formaler Zeichensysteme reicht. Die vielfältigen Formen und Prozesse zeichenbasierter Kommunikation zwischen Menschen und in der Informationsverarbeitung zwischen Menschen und Maschinen sind Gegenstand semiotisch-zeichentheoretischer Fragestellungen und betreffen damit die Bereiche von Linguistik, Kommunikations- und Informationstheorie, künstlicher Intelligenz und IT-Anwendungen.
 
Sprechhandlungen wie Feststellungen, Aussagen, Fragen, Bitten, Drohungen, Versprechen etc. dienen der Koordination von Handlungen. Sie werden in der Literatur in umfassenden Typologien analysiert und kategorisiert. Mimisch-gestische Signale können für sich stehen; zugleich gehen sie in der gesprochenen Sprache mit jeder Äußerung einher, indem sie diese Äußerungen parallelisieren und/oder kommentieren (u.a. als Substitution, Modifikation, Amplifikation, Kontradiktion). Eine Reduktion verbaler Aussagen auf ihren explizit wortwörtlichen Informationsgehalt wie in informationstheoretisch fundierten Kommunikationsmodellen kann der Realität menschlicher Interaktion aus diesem Grund nicht gerecht werden. Schließlich bilden Menschen Handlungsintentionen und setzen diese in Handlungsversuche um. Aber auch Maschinen können Handlungsdispositionen und (programmgesteuerte oder ‚autonome’) Intentionsbildungen zugeschrieben werden, indem diese aufgrund vorgegebener oder ausgearbeiteter Kriterien auf Veränderung ihrer Umgebung mit spezifischen Aktionen reagieren oder diese gezielt verändern, wobei sie diese Dispositionen auch mittels Lernen (machine learning) modifizieren können.
 
Diese kommunikativen und aktionalen Grundbedingungen sind unbedingt bei der Modellierung von Mensch-Maschine-Schnittstellen umzusetzen. Optimierte Formen der Mensch-Maschine-Interaktion sind daher strikt angewiesen auf eine multimodale Kommunikation, welche die Komplexität zwischenmenschlicher Interaktion zu simulieren vermag. Vorauszusehen ist hierbei eine beschreibungsadäquate Theorie, welche die einander komplementär ergänzenden Ebenen von Mimik, Gestik, Sprechakt als verbaler Äußerung und Handlungslatenz integriert.
 
Die grundlegende Projektkonzeption besteht darin, die Emotionen des Menschen als Modell für die Interaktion von Menschen mit Computern einzusetzen. In Emotionen realisieren sich Zeichenprozesse (als emotionale Mimik und Gestik), emotional gesteuerte Handlungslatenzen und Dispositionen zu bestimmten Sprechhandlungen. Diese drei Dimensionen müssen integriert in Mensch-Maschine-Schnittstellen eingebaut werden, damit eine optimierte Interaktion von Menschen mit Maschinen, insbesondere aber von Maschinen gegenüber Menschen erreichbar ist. Idealmodell einer solchen Interaktion ist ein Roboter, der seine inneren Zustände und seine Repräsentation der Situation in der Universalsprache der emotionalen Mimik kommuniziert, sinnvolle und nachvollziehbare Handlungsdispositionen entwickelt und die Modi sprachlichen Handelns mit anstehenden Aufgaben und gegebenen Situationen verbinden kann. Ziel des Projekts ist es, diese drei Komponenten auf der Basis einer bereits vorliegenden strukturellen Emotionstheorie in einer integrierten Form zu entwickeln. Im Unterschied zu komplementären Versuchen solcher Art kann sich dieses Projekt auf eine strukturell ausgebaute, methodisch auf Formalisierung gegründete Theorie von Emotionen stützen. Auf dieser Basis wird sich die Syntax und Semantik emotionaler Mimik und Gestik, die Bildung von Handlungsintention und die Selektion von Sprechhandlungsmustern in einer einheitlichen ‚Sprache des Geistes’ (language of the mind) realisieren lassen.

Folgende Fragekomplexe müssen begleitend reflektiert werden:

  1. Welche Folgen sind mit dem Verzicht auf Emotionsfreiheit respektive mit der Bereicherung der Künstlichen Intelligenz durch die emotionale Komponente zu gewärtigen für die Konzeptualisierung von Kommunikation, Bedeutung, Verstehen und Medium?
  2. Welche konkreten Folgen haben Systeme mit emotionaler Kompetenz für die Kommunikationsprozesse im Umgang mit Computern, Neuen Medien und Robotern?
  3. Welche Konsequenzen sind im Hinblick auf gesellschaftlich-kulturelle und wissenschaftliche Dimensionen zu berücksichtigen: Welches sind mögliche Implikationen für die Semantik von Begriffen wie „Wissen“ und „Information“ („Wissens- und Informationsgesellschaft“)? Welche Folgen können sich ergeben für das u.U. historisch zu relativierende Verhältnis von Wissenschaft, Technologie und Kunst?
  4. Wie können rational-kognitive Aspekte von Sprache ins Verhältnis gesetzt werden zur „Sprache der Affekte“ mit ihren alltäglichen und literarischen Funktionen wie Pathos, Komik und Humor?

Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache (Intercultural German Studies) 35/2009, Thematischer Teil "Interkulturelle Germanistik – Disziplinäre Kooperation in internationalen Feldern. Kulturwissen – Informationstechnologie – Wirtschaftspraxis". München: iudicium.

Mit Beiträgen von:

Sascha Spoun (Lüneburg/St. Gallen) und Felix Seyfarth (Lüneburg), Peter Hanenberg (Lissabon), Ernest W.B. Hess-Lüttich (Bern/Stellenbosch), Neeti Badwe (Pune), Hans J. Roth (Hongkong) und Thomas Borgard (Bern), Rafael Capurro (Karlsruhe/Milwaukee, WI), Martin Warnke (Lüneburg), Claudia Breger (Bloomington, IN) und Fritz A. Breithaupt (Bloomington, IN)

Arbeitsgebiete
 

Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Sprach-, Kultur- und Literaturtheorie: 18. bis 20. Jahrhundert
Germanistische Linguistik: Pragmatik – Soziolinguistik – Text-/Diskurstheorie – Wissenskommunikation

Interkulturelle Germanistik: DaF – Konfliktforschung

Emotionsforschung: Mehrsprachigkeit – Computerphilologie – Neue Medien

 

Aktuelle Forschungsschwerpunkte
 

Interkulturelle Kommunikation – Interkulturelle Literaturwissenschaft

Kulturwissenschaft der Sprache – Sprachgebrauch in Wissenschaft und Literatur – Urban Discourse
Sprache und Emotion – Emotionstheorien in der Sprach- und Literaturwissenschaft

 

Lehrgebiete

Germanistik – Linguistik und Kommunikationswissenschaft (Grammatik, Pragmatik, Text- und Gesprächslinguistik, Soziolinguistik, Interkulturelle Kommunikation, Stilistik, Rhetorik, Semiotik), Neuere deutsche Literaturwissenschaft (18.-20. Jh.), Literaturtheorie, Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Translationswissenschaft
German Studies – Linguistics and Literature, German as a Foreign/Secon Language, Translation Studies

Lehrformen und -methoden

Vorlesungen:

  • Vorlesungen traditionellen Typs
  • Vorlesungen mit integrierten Übungen 

Seminare:

  • Seminare mit Referaten von Studierenden sowie Frontalunterricht durch Dozentin
  • Seminare mit Gruppenarbeit (cooperative learning) 
  • Seminare mit Gruppenarbeit und Sitzungsvorbereitung durch Gruppen (learnteam coaching)

Im Grundstudium überwiegt die Vermittlung eines relativ einheitlichen Grundwissens. Mit wachsender Semesterzahl steigt der Anteil des exemplarischen Lernens.

ICT (Information and Communication Technology)
Internet und Datenbanken werden in der Lehre berücksichtigt. Bestehende Angebote werden in Abhängigkeit von ihrer Qualität den Studierenden empfohlen.

Studierendenbetreuung

Das Anrecht der Studierenden auf Studienberatung zur Organisation ihres Studiums, zur Förderung ihrer fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, zur Planung ihrer schriftlichen Arbeiten und mündlichen Seminarbeiträge wird sehr ernst genommen. Die wöchentliche persönliche Sprechstunde wird auch während der Semesterpause möglichst konsequent angeboten.

Lehrevaluation

Jeder Veranstaltungstyp wird regelmäßig bislang auf freiwilliger Basis evaluiert.

Prüfungen und Gutachten (Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft)

Prüfungen (auf allen Ebenen) und Gutachten
Betreuung von Abschlussarbeiten (Lizentiate, Promotionen)

Hochschuldidaktische Weiterbildung

Sprache – Sprechen – Rede. Grundkurs Rhetorik
Universität Bern, 20.-22. Februar 2002


Interkulturelle Kompetenzen
Universität Bern, 6. Dezember 2004

Sprechstunde und Prüfungsanmeldung

Nach Vereinbarung

Abschlussarbeiten (BA, MA, Magister, Dissertationen): Bitte vergessen Sie nicht, ein Exposé von zwei bis drei Seiten und das Inhaltsverzeichnis frühzeitig einzureichen

Hausarbeiten (BA, MA, Magister): Schicken Sie mir bitte in jedem Fall Ihren Themenvorschlag und ein kurzes Abstract von 10 bis 15 Zeilen