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Forschungsstelle für Namenkunde

Geschichte der Forschungsstelle

Die Entstehungsgeschichte geht auf einen Bundesratsbeschluss von 1938 zurück, der die Kantone verpflichetete, Nomenklaturkommissionen (Ausschüsse zur Erhebung von Namen) zu bestimmen. Diese sollten das Namengut in einer der ortsüblichen Aussprache angenäherten Form für die neue Landeskarte bearbeiten und die Orthographie festlegen. Im Winter 1942/43 nahm die Berner Kommission die Aufgabe an die Hand. 

Im Gegensatz zu andern Kantonen führte man von Anfang an Erhebungen im Gelände durch und die mundartliche Aussprache für jeden Namen wurde phonetisch festgehalten. 

Parallel zu den Aufnahmen im Gelände exzerpierte man die vielfältigen bernischen Archivbestände und die Fontes Rerum Bernensium im Hinblick auf Örtlichkeitsnamen. 

Am Falkenplatz bekam die Berner Ortsnamensammlung eine eigene, dem Deutschen Seminar (heute Institut für Germanistik) der Universität angegliederte Forschungsstätte, wo die in der Feldarbeit gewonnenen Aufnahmen und die historischen Namenformen verzettelt und systematisch geordnet wurden. Gesamtbestand an Zetteln: rund eine Million. 

Der so entstandene Namenkatalog umfasst zwei Hauptabteilungen: 

a) Lebende Belege

Nach Gemeinden geordnet.
Alphabetisch angeordnete Namenkartothek.


b) Historische Belege 

Nach Gemeinden geordnet.
Alphabetisch angeordnete Namenkartothek.